Fitness (English Edition)

Posted: Oktober 13, 2011 in Uncategorized

Imagine the following: You have no clue about martial arts, are interested in Karate and want to start with this. In your city there are two dojo and you visit both of them for introductory training sessions. You have no idea about Karate, its styles, and particularly not about the secretive one-finger-death techniques. You’re a normal person :D

The first thing you see in the first dojo is the huge belly of the instructor, wrapped in a jacket of his karate suit just barely closed in front and held together by a much too short belt. You really don’t know what the sensei (his first instruction on how to address him immediately came without being asked) has to report about the benefits of karate training because of his extreme shortness of breath.

The trainer in the second dojo has had a slight mishap with a beverage-holding adolescent, and must wear his dripping jacket over his arms. But he is standing with his well-trained and well-defined upper body with apparently 0% body fat before you and telling you about the benefits of karate training.

Now my question to you, dear reader: With which karate instructor (sorry, sensei) would you start?

Before I start now with my thoughts, I would like to introduce a definition of the term “fitness,” I found in a book on sports theory and practice:

Fitness is a psycho-physical performance status
consciously achieved by training, selective nutrition and healthy lifestyles
that goes beyond the healthy well-being
(Friedrich, Optimales Sportwissen, 2007).

I think this definition is very nice because it makes clear that “fitness” is derived from constant performance. And that’s exactly what we should always strive for in karate and in the martial arts, both at the physical and mental level, which goes hand in hand.

Iam often on the road in the karate world. On many courses and seminars, I meet a variety of karateka. I also know a lot of dojo and their training. And often I am amazed at how much this topic is neglected. And the reasons for this neglect always surprise me …

One more thing first: Of course there are many dojo in which this issue has the priority that it should always and everywhere in karate have.

But what about all the other coaches, Sensei, masters, who explain to their ​​students every evening with which techniques they can kill their opponents, but unfortunately can not spend 10 minutes on the treadmill without being on the verge of respiratory distress, or worse? Do they believe karate without physical performance is possible?

If fitness isn’t necessary in Karate, why have all the so often quoted old masters in Okinawa trained with devices like the chiishi, nigiri gami, tan, ishisashi and so on? Because they are all into the fitness craze? I don’t think so …

I’m not saying that karateka or at least the coaches need to resemble Greek gods and be able to complete the Iron Man in record time.

You have to be more powerful than others:
For instance have a look at the firefighters. There you will not necessarily encounter more elite athletes as in other occupations. But firefighters are under enormous psychological and physical stress during an operation. They must be capable, depending on the equipment to carry 25 – 45 kg extra weight, must be able to maneuver skillfully in complex situations that may involve rescuing a victim while withstanding tremendous psychological pressure to stay in control. And he must be able to cope with any unfavourable outcomes.
If this firefighter should not be physically and mentally prepared, he won’t be able to perform his job adequately and thereby possibly endanger himself and his comrades.

Karate is just like any other martial art designed to survive a dangerous situation without any harm, both physically and mentally.

What good is it when my punch isn’t serious to my opponent? That you could instead “apply really dangerous vital point techniques” won’t get you very far. It will then probably be too late ;)

The one who can rely on his body in a self-defense situation has the better cards.

The aftermath of such a situation is another topic: better mental performance is an absolute advantage.

For many it isn’t possible to train everyday in a gym (by the way that is neither necessary nor advisable). But at least you should plan it in the weekly program with strength and endurance training. And in karate training can also integrate a lot of things. You just have to want it.

Everybody who wants to train karate seriously has to deal with these issues and incorporate strength and endurance training into his routine. That applies also to the traditionalists (they would otherwise betray their so often cited role models, the old masters), as well as, the competitors (if they want to win). And we do our bodies something good. With that in mind: Off to training!

Fitness

Posted: Oktober 10, 2011 in Allgemeines

Stell dir folgende Situation vor: Du hast keinerlei Ahnung von Kampfkunst, interessierst dich für Karate und willst damit anfangen. In deinem Ort gibt es zwei Dojo, welche du natürlich beide für ein Probetraining besuchst. Von Karate, Stilen, möglicherweise gar besonders geheimen Ein-Finger-Todes-Techniken hast du keine Ahnung. Du bist ein ganz normaler Mensch :D

Das Erste, was du von dem Trainer von Dojo Nummer 1 siehst, ist sein riesiger Bauch, eingehüllt in einen Karate-Anzug, dessen Jacke mit Mühe und Not vor dem Bauchnabel von einem viel zu kurzen Gürtel zusammengehalten wird… Vor lauter Kurzatmigkeit bekommst du gar nicht richtig mit, was dir der Sensei (seine erste Unterweisung über die korrekte Ansprache seiner Person kam sofort ungefragt) über die Vorteile von Karate-Training zu berichten hat.

Der Trainer im zweiten Dojo hatte wohl gerade einen kleinen Zwischenfall mit einem safttrinkenden Jugendlichen, jedenfalls trägt er seine triefende Jacke über dem Arm. Dafür steht er nun mit seinem austrainierten und wohldefinierten Oberkörper mit offenbar 0% Körperfett vor dir und erzählt dir wieder was über die Vorteile des Karatetrainings.

Nun meine Frage an dich, lieber Leser: Bei welchem Karate-Trainer (Entschuldigung, Sensei) würdest du anfangen?

Bevor ich jetzt mit meinen Gedanken loslege, möchte ich eine Definition des Begriffes „Fitness“ einführen, die ich einem Buch über Sporttheorie und -praxis entnommen habe:

 Fitness ist ein durch Training, gezielte Ernährung und gesunde Lebensführung
bewusst angestrebter psychophysischer Leistungszustand,
der über gesundheitliches Wohlbefinden hinausgeht
(Friedrich, Optimales Sportwissen, 2007).

Ich finde diese Definition sehr schön, da sie deutlich macht, dass „Fitness“ eine Weiterentwicklung der Leistungsfähigkeit zugrunde liegt. Und genau das ist es, wonach wir im Karate bzw. den Kampfkünsten immer und überall streben sollten, sowohl auf physischer als auch psychischer Ebene, was durchaus Hand in Hand geht.

Ich bin viel unterwegs in der Karate-Welt. Auf vielen Lehrgängen und Seminaren lerne ich die unterschiedlichsten Karateka kennen. Auch kenne ich viele Dojo und deren Training. Und oft genug bin ich erstaunt darüber, wie sehr dieses Thema vernachlässigt wird. Und auch die Gründe für diese Vernachlässigung überraschen mich immer wieder…

Noch eines vorweg: Es gibt natürlich auch sehr viele Dojo, in denen dieses Thema den Stellenwert hat, den es im Karate immer und überall haben sollte.

Aber was ist mit all den anderen Trainern, Sensei, Meistern, die ihren Schülern allabendlich erklären, mit welchen Techniken man am besten den Gegner kampfunfähig macht, aber leider keine 10 Minuten auf dem Laufband verbringen können, ohne kurz vor der Atemnot oder Schlimmerem zu stehen? Glauben all diese Leute denn wirklich, man könnte im Karate ohne körperliche Leistungsfähigkeit auskommen?

Wenn man im Karate nicht fit sein müsste, wozu haben sich dann schon die so oft und gerne zitierten alten Meister auf Okinawa mit Geräten wie dem Chiishi, Nigiri Gami, Tan, Ishisashi und so weiter abgequält? Weil sie alle einem Fitnesswahn unterlagen? Ich glaube kaum…

Ich rede nicht davon, dass jetzt jeder Karateka oder zumindest die Trainer aussehen müssen wie griechische Götter und jeder den Iron Man in Bestzeiten absolvieren können muss.

Man muss nur leistungsfähiger sein, als andere:
Denkt z.B. mal an die Berufsfeuerwehrleute. Dort trifft man auch nicht unbedingt mehr (Hoch-) Leistungssportler an, als in anderen Berufsgruppen. Aber Feuerwehrleute stehen während eines Einsatzes unter enormen psychischen und physischen Belastungen. Sie müssen in der Lage sein, je nach Ausrüstung 25 – 45 kg Extragewicht zu tragen, müssen sich damit in unübersichtlichen Situationen geschickt bewegen können, ggf. ein Opfer bergen und dabei auch noch gewaltigem psychischen Druck standhalten, immer die Übersicht behalten. Und der Einsatz mit evtl. schlimmen Folgen muss auch noch nachbereitet werden können.
Ist dieser Feuerwehrmann körperlich und mental nicht entsprechend aufgestellt, wird er seinen Beruf nur äußerst unzureichend ausführen können und sich und seine Kameraden auch noch gefährden.

Karate ist ebenso wie jede andere Kampfkunst darauf ausgelegt, eine gefährliche Situation ohne Schaden zu überstehen, physisch wie psychisch.

Was nützt es, wenn ich den Gegner mit meinem Schlag nicht wirklich was anhaben kann? Und die Erklärung, dass man dann ja noch die „wirklich gefährlichen Vitalpunkttechniken anwenden“ könnte, zieht da nicht. Es wird dann wohl schon zu spät sein ;)

Und derjenige, der sich auf seinen Körper verlassen kann, wird in einer Selbstverteidigungssituation sicherlich die besseren Karten haben.

Und das Nachbereiten einer solchen Situation ist auch noch ein Thema. Auch hierfür ist insbesondere eine bessere psychische Leistungsfähigkeit von absolutem Vorteil.

Für viele ist es sicherlich nicht möglich, jeden Tag noch in ein Fitnessstudio zu gehen (im übrigen ist dieses weder nötig noch ratsam). Aber zumindest sollte man sich seinen Wochenplan schon so zurecht legen, dass Kraft- und Ausdauertraining darin vorhanden sind. Und in das Karatetraining lassen sich auch sehr viele Dinge integrieren. Man muss nur wollen.

Jeder der Karate ernsthaft betreibt, muss sich mit dieser Thematik auseinandersetzen und Kraft- und Ausdauertraining in sein Training integrieren. Die Traditionalisten (sie würden ja sonst ihre so oft zitierten Vorbilder, die alten Meister, verraten) genauso wie die Wettkämpfer (wenn sie denn irgendwas gewinnen wollen). Und wir tun unserem Körper nebenbei auch noch was Gutes. In diesem Sinne: Auf ins Training!

A lot for one day…

Posted: August 16, 2011 in Allgemeines

(as always: English version below)

Samstag war ich auf einem Seminar mit Carlos Molina, 7. Dan Shito-Ryu. Es war ein Eintages-Lehrgang und ich war schon etwas verwundert über die Inhalte, die ich der Ausschreibung entnehmen konnte: Pinan Shodan (Heian Nidan) mit Bunkai, Hokai-Kumite der Pinan/Heian und Kushanku-Dai (Kosokun/Kanku-Dai) mit Bunkai. Ganz schön viel Stoff für einen Tag…

Carlos Molina zog seinen Unterricht wie gewohnt auf: Ersteinmal die Partnerübung, später dann die Solo-Form. Dadurch macht er immer gleich von Anfang an deutlich, dass die Kata keine Tänze oder ähnliches sind. Sondern das vielmehr jede Menge mehr in ihnen steckt.

Aufgrund der Unmengen an Unterrichtsstoff veränderte Carlos jedoch leicht die Inhalte – ansonsten wäre das auch nicht schaffbar gewesen.

In der ersten Einheit erarbeiteten wir uns Bunkai zu der Pinan Shodan, um dann in der zweiten Einheit mit der Kushanku-Dai weiterzumachen. Es ging aber nicht nur um das bloße Üben von Anwendungen sondern gerade auch um Distanz, Timing und einigem mehr.

Die dritte Einheit stand dann im Zeichen des Hokai-Kumite der Pinan-Kata. Für jede der 5 Pinan/Heian schuf Mabuni Kenwa eine kurze Kumite-Sequenz, welche sich auf den Kern der jeweiligen Kata beschränkt. Diese 5 Sequenzen werden dann miteinander verbunden, so dass am Ende eine größere Kombination von Kumite-Übungen hat. Eine schöne Übung, die auch die Konzentration fördert.

In der vierten und letzten Einheit widmeten wir uns dann dem Bunkai Oyo zur Kushanku-Dai, welches wir in Gruppen zu dritt erarbeiteten und dann immer wieder übten und vertieften. Auch das Üben der Kata an sich kam nicht zu kurz.

Zu guter Letzt lehrte Carlos Molina Sensei dann auch noch die Kata Koryu Anan-ko, welche allerdings nicht sehr kompliziert ist – was nach so einem Tag mit soviel Unterrichtsstoff auch nicht verkehr war.

Wieder einmal ein schöner Lehrgang mit Carlos mit vielen guten und wichtigen Inhalten.

And now in English :D

On Saturday I participated in a seminar given by Carlos Molina, 7th Dan Shito-Ryu. It was a one-day-seminar and I was quite astonished by the contents which I read in the advertisement: Pinan Shodan (Heian Nidan) and Bunkai, Hokai-Kumite of the Pinan/Heian and Kushanku-Dai (Kosokun/Kanku-Dai) with Bunkai. A lot for one day…

Carlos Molina kicked off the seminar as always: First partner drills, later the solo form of the Kata. Through this he revealed that Kata aren’t dance steps or anything like that. Instead, there is much more into them.

Because of the vast number of contents Carlos had to change the program somewhat – otherwise it wouldn’t have been possible to complete everything…

In the first unit of the seminar we worked on Bunkai for Pinan Shodan and in the second on Kushanku-Dai. It wasn’t just about some applications but about distance, timing and a lot more.

The third section was about the Hokai-Kumite of the Pinan-Kata. Mabuni Kenwa created for every of the 5 Pinan one short Kumite sequence which was confined to the core of the specific Kata. These 5 sequences are connected to one large combination of Kumite techniques – a nice excercise also for the concentration.

On the fourth and last units of the seminar we spent time on the Bunkai Oyo for Kushanku-Dai in groups of three. We worked also on the Kata in its solo form.

In the end Carlos Molina Sensei taught the Kata Koryu Anan-ko which is not that complicated – after a day like this with that much of information this was a nice break…

Again a very good seminar with Carlos and a lot of good and important information.

Letztes Wochenende war ein sehr schönes für mich. Ich war mal wieder in Hamburg, konnte mit meinen Schülern in Pinneberg trainieren, meine Familie besuchen und auch einige gute Freunde treffen.

Und ich hatte die tolle Gelegenheit zum wiederholten Male an einem Benefiz-Seminar teilzunehmen, dem „Karate Sommer Event“, organisiert von Michael Dück. Die Idee ist, dass über die sechs Sommerferien-Samstage diverse Trainer aus Hamburg und Umgebung Training für einen guten Zweck anbieten. Bei 4 unterschiedlichen Trainern pro Samstag kommt da eine unglaubliche Vielfalt an Themen zusammen. Mittlerweile war es die 5. Auflage dieser großartigen Veranstaltung und sie wird immer bekannter. Über mangelnde Teilnehmer kann man sich nicht beklagen und die Spendentätigkeit ist auch immer sehr gut. Gesammelt wird für verschiedene Hilfsprojekte in Hamburg, dieses Jahr für “Zündfunke e.V.”, welcher an der Vermeidung und Bewältigung von sexuellem Missbrauch bzw. sexualisierter Gewalt an Mädchen, Jungen und Frauen arbeitet.

Ich hatte mich sehr gefreut, dass ich auch dieses Jahr – bereits zum 4. Mal :) – als Trainer daran teilnehmen konnte. In meiner Einheit beschäftigten wir uns mit dem Nahkampf – also viel clinchen, grappling, close-range punching und noch einiges mehr. Es hat unglaublich viel Spaß gebracht!

Für mich war es eine schöne Sache, mich dort zu engagieren. Hatte ich doch so die Gelegenheit, anderen etwas zu geben. Karate gibt mir so viel positives für mein Leben und es ist schön, davon etwas zurück- bzw. weiterzugeben an andere Menschen.

Now in english :)

Last weekend was quite pleasant for me. I was in Hamburg again and trained with my students in Pinneberg, visited my family and met some good friends.

And I had the opportunity to participate in the charity seminar, the „Karate Summer Event“ organised by Michael Dück. The idea behind this is to have different trainers from Hamburg and the suburban areas offer training sessions for a good cause over the course of six Saturdays in the summer break. With four different coaches on each Saturday there is a good number of different themes. The popularity of the event is growing and this was the 5th year. The turnout and the willingness to donate were good to see. The donations go to local projects in Hamburg. This year it was for “Zündfunke e.V.” (in German, “spark”), an organisation that works to prevent sexual abuse and violence on children and women.

I was very happy to be there again – the 4th time :) as one of the trainers. We worked on close distance fighting – a lot of clinching, grappling, close-range punching and much more. It was a lot of fun, indeed!

There is a good feeling to getting involved in charity seminars and giving something back to the community. Karate offers me so much of positive things for my life and it is great to return that positivity to other people.

Mein vorletztes Wochenende war mal wieder richtig gut: Ich war in Stuttgart auf einem Seminar mit Iain Abernethy, 6. Dan, aus England.

Für Iain muss Karate in erster Linie pragmatisch sein, was mir sehr gefällt. Er steht auf dem Standpunkt, dass jede Bewegung einer Kata eine praktische Bedeutung haben muss. Das Ganze wird dadurch komplettiert, dass er mit vielen Drills arbeitet, die aufeinander abgestimmt sind, also kein zielloses herauspicken irgendwelcher Übungen. Dazu dann sehr gutes Impact-Training mit Pratzen, Sandsack usw. Außerdem limitiert er Karate nicht nur auf Schlagen und Treten, wie es sonst so gern gemacht wird. Würfe, Hebel, Bodenarbeit – all das findet in seiner Auseinandersetzung mit Karate Anwendung. Und körperliche Leistungsfähigkeit ist ihm auch noch wichtig. Mit anderen Worten: Er widmet sich jedem Bereich des Karate.

Für dieses Wochenende wurden 2 Themen angesetzt: Jion und Pratzenarbeit. Am Samstag erarbeiteten wir uns die Jion mit vielen interessanten und auch logischen Anwendungsbeispielen. Es gab viele Informationen, um das Verständnis für die gezeigten Übungen zu vertiefen. Und im übrigen kein „Block/Konter“. Die dafür angesetzten 6,5 Stunden vergingen wie im Flug. Alles immer mit der für Iain so typischen Art, öfter mal einem lockeren Spruch, hier und da ein paar nette, aufmunternde Worte. Auch wieder etwas, dass ihn sehr sympathisch macht.

Am Sonntag dann Pratzen… 2 mal 1,5 Stunden… Man kann sich für einen Sonntagvormittag evtl. etwas schöneres wünschen. Aber es hat unglaublich viel Spaß gebracht. Von Aufwärmen, über Präzision, zu Reaktion und Durchhaltedrills. Alles kam dran. Und auch der mehrmalige Hinweis, man sollte daran denken, dass man ja 3 Stunden auf die Pratzen eindreschen und vielleicht das Ganze etwas lockerer angehen sollte, verhallte scheinbar ungehört.

Sicherlich wurde jedem Teilnehmer klar, wie wichtig Pratzentraining für das Karate ist. Und welche großartigen Trainingsmöglichkeiten es damit gibt.

Was will man mehr? Ein gut organisierter Karate-Lehrgang mit einem sympathischen und äußerst gut gelaunten Lehrgangsleiter; super viele Informationen; Schweiß und auch noch genügend für die Heimarbeit.

Jion And Pads

Two weekends ago it was really good. I was in Stuttgart attending a seminar given by Iain Abernethy, 6th Dan, from England.

For Iain Karate has to be predominantly pragmatic, which I also like. From his point of view every single movement of a Kata must have an application. This will be completed by working with a lot of drills which are adjusted to each other – not just wild pitching to different exercises. To that belongs good impact-training with pads, heavy bags etc. Furthermore he limits Karate not just on punching and kicking, as it is usually often done. Throws, locks, ground work – all these are applied in his altercation with Karate. And physical fitness is also important for him. In other words: He concentrates himself on every aspect of Karate.

On this weekend there were 2 themes scheduled: Jion and pad work. On Saturday we worked on Jion with a lot of interesting and logic applications. There was a lot of information on deepening the understanding of the excercises. And, by the way, there was no „block/counter“. The 6,5 hours went in a flash. And all of that in Iain’s all-too-typical manner. A wisecrack here and kind words of motivation there. Again something that makes him very likeable.

On Sunday pads… 2 sessions of 1,5 hours… Perhaps you could imagine a better Sunday morning. But it was nevertheless a lot of fun. Warming up, precision, reaction, will drills. Everything was touched upon. And the repeated advice one should be thinking of when he flails on the pads for 3,5 hours went unheard.

No doubt, every participant understands how important pad drills are for Karate, as well as, the great training possibilities that exist.

What more could you want? A well organised Karate seminar with a well-tempered coach. A lot of good informations, sweat and enough for the homework.

Focus! (english version)

Posted: Juni 20, 2011 in Uncategorized

On Sunday I had the pleasure to participate in a seminar with Shihan Carlos Molina, 7th Dan Shito-Ryu Karate-Do, in Kirchheim, a little nice town somewhere in Baden-Württemberg.

It was a good seminar where we worked on the Pinan Kata. In Carlos Sensei’s typical form it was all about: application, application, application. The exercises clearly demonstrated the basics of the Pinan’s for Karate but also the enormous potential therein when it goes to further Kata or applications.

The technical part of the seminar was rounded off with some exercises in pairs (which bring me a lot fun too) and practicing the Kata in solo.

Furthermore, there was a Mondo, a dialogue between teacher and student. During that dialogue – even though it was more a lecture than a dialogue – Carlos said something important, something that makes this seminar very worthwhile for me:

„You have to give your Karate focus, otherwise you will just meander and you will not achieve any progress.“

And:

 „You have to adjust your focus on the right things in Karate.“

 He’s absolutely right. I can practice a bit of self defense, then a bit of „Well-being Karate“, a bit of sports Karate and maybe seek enlightenment.

But does all this have something to do with Karate as a martial art?

How about your focus?

Focus!

Posted: Juni 7, 2011 in Allgemeines

Am Sonntag hatte ich das große Vergnügen, an einem Seminar mit Shihan Carlos Molina, 7. Dan Shito-Ryu Karate-Do, in Kirchheim, einem beschaulichen Nest irgendwo in Baden-Württemberg, teilzunehmen.

Der Lehrgang war super, wir haben an den Pinan-Kata gearbeitet. In der Art, wie es für Carlos Sensei üblich ist: Anwendung, Anwendung, Anwendung. Einerseits zeigten die Übungen, wie die Kata als Basis für das Karate zu verstehen sind, andererseits aber auch das ungeheure Potential darin, wenn es in Richtung fortgeschrittenerer Kata bzw. Anwendungen geht.

Abgerundet wurde der technische Teil des Lehrganges durch einige sportliche Partnerübungen (die mir aber auch viel Spaß gebracht haben) und dann doch noch einige Male das üben der Kata als Form. Insgesamt kam auch gut in’s schwitzen.

Außerdem gab es ein Mondo, ein sogenanntes Lehrgespräch. Während dieses Lehrgespräches, wobei es eher ein Vortrag war, sagte Carlos etwas sehr wichtiges, etwas, was für mich diesen Lehrgang wirklich lohnenswert gemacht hat:

„Ihr müsst Eurem Karate einen Focus geben, sonst irrt ihr nur herum und werdet keinen Fortschritt haben.“

Und:

„Ihr müsst den Focus auf die richtigen Sachen im Karate richten.”

Er hat recht. Und sowas von. Ich kann mal ein wenig Selbstverteidigung machen, dann kurz ein bischen Gesundheits-Karate, noch ein wenig Sport-Karate und vielleicht auch noch nach Erleuchtung suchen.
Aber hat das dann noch etwas mit Karate als Kampfkunst zu tun?

Was ist mit Eurem Focus?